Unsere Geschichte




Geschichte der Mennoniten-Brüdergemeinde Bielefeld


1974 Kindergarten wird zur Kirche:

Eine kleine Gruppe von 10-15 Personen mit mennonitischen und baptistischen Wurzeln trifft sich im Kindergarten Arche-Noah in Brackwede. Bruder Peter Rings wird in diesem Jahr zum Ältesten der kleinen Gemeinde ernannt. Innerhalb von zwei Jahren verdreifacht sich die Anzahl der Mitglieder. Die Gemeinde trifft sich nun in der Aula des Gymnasiums der Bodelschwinghschen Anstalten.

1978-1980 Das 1. Gemeindehaus (Kleebrink 3)…

…wird am 8. November 1979 gekauft. Die seit 1977 amtierenden Gemeindeältesten sind Bruder Peter Wiebe und Jakob Klassen. Die Mitgliederzahl liegt nun bei ca. 200 Personen. Zuvor im Jahr baut die Gemeinde an der weltweiten Mission. Fridolin und Eva Janzen werden nach Brasilien gesendet, während in Bielefeld die Jugendliche Einsätze in Gefängnissen, Krankenhäusern und weiteren Bereichen des öffentlichen Lebens machen. 1980 ist nach Umbauarbeiten der Einweihungsgottesdienst möglich.

1985-1988 Gemeindeleben:

Zu diesem Zeitpunkt ist die Mitgliederzahl bereits auf 400 Personen gestiegen. Um der Gemeinde eine gewisse Dynamik zu verleihen, wurden Chöre gegründet, so wie Hauskreise, Jugendarbeit und die interne Gemeindebibelschule. Es entsteht ein reges Gemeindeleben mit qualifizierten Mitarbeitern. Doch auch auswertige Bibelschulen, Waisenhäuser, etc. werden von der Gemeinde unterstützt und getragen. Außerdem werden Gemeindehäuser in Gütersloh und Oerlinghausen gegründet. 1988 sind bereits 576 Mitglieder zu verzeichnen.

1989-1992 Die Gemeinde wächst:

Durch Zugehörigkeit des BTGs (Bund Taufgesinnter Gemeinden) im Jahr 1989 gehört die MBG zu einer von 26 Gemeinden, welche sich darauf berufen, das die Bibel und der Heilige Geist regieren. Kirche und Staat werden getrennt. Unser gemeinsames Ziel: Die Verherrlichung Gottes innerhalb der Gemeindearbeit sowie in der Gründung und dem Aufbau neuer Gemeinden.

1991 wird Heinrich Klassen zum Ältestendienst einberufen. Die Gemeinde hat nun 864 Mitglieder insgesamt. Gott baut seine Gemeinde, die immer weiter wächst, sich aber auch verändert.

1993 MBG-Bielefeld-Brackwede…

Wird eine selbstständige Gemeinde. Am 8. September wird der Grundstein der Gemeinde gelegt. Ab 1995 werden Gottesdienste am Sonntag mit geplant und durchgeführt.

1994 Die große Taufe

Das dreitägige Tauffest 1994 mit 55 getauften Geschwistern wird gefeiert. Bis heute ist dieses Tauffest das Größte und damit das „Rekordtauffest“.

1997 Das 2. Gemeindehaus…

…wird mit dem ersten Spatenstich am 27.September in Angriff genommen. 1999 beginnen die Gottesdienste mit dem damaligen Taufgottesdienst. Hier beginnt alles, wo erst der Rohbau fertig gestellt ist.

 2000 Jeder Monat…

…dieses Jahres steht erstmalig unter einem bestimmten geistlichen Thema. Das Gemeindeprogramm passt sich den Themen an. Ein neues Jahrhundert beginnt für die MBG.

2000-2007 Die Freude am Herrn ist Eure Stärke (Nehemia 8,10):

In diesen Jahren passiert Vieles und die Gemeinde erlebt ständig Segen. Viele werden in den Missionsdienst ausgesendet, wie Familie Klassen (Rudolf und Olga mit Kindern) in die Türkei. Viele Mitglieder besuchen in dieser Zeit eine Bibelschule oder theologische Hochschule, um im Wort Gottes weiter zu wachsen. Die Gemeinde lebt ihren missionarischen Charakter mit Hingabe aus. 2007 startet dann erstmalig das erste Active Zone (festpunkt) Camp für Kinder und Teenager aus Heepen.

2008 Kinder liegen uns am Herzen:

In diesem Jahr setzt man sich zusammen, um über den Bau einer von der Gemeinde getragenen KiTa nachzudenken. Nur ein Jahr später wird dieses Vorhaben dann in die Tat umgesetzt.

2013 Räumliche Veränderungen:

Nicht nur die KiTa wird gebaut und eingeweiht. Auch das Nachbargebäude von Kleebrink 3, Kleebrink 1, wird gekauft. Im März 2013 wird der Jugendraum in K1 eingeweiht. Zuvor im Jahr beginnt erstmals der Teenagerkurs „TeeKu“ unter der Leitung von Heinrich Klassen und Heinrich Rempel.

Nach über 40 Jahren MBG kann man mit einem Lächeln zurück blicken. Die Gemeinde ist stark gewachsen und hat sich in den verschiedensten Bereichen eingesetzt. Ein Licht in der Dunkelheit. Eine lebendige Gemeinde, gebaut durch den, der alles in seiner Hand hat: Unsern Herrn Jesus Christus.

2017 Ein weiterer Gemeindestandort

Seit Mai 2017 finden wöchentlich Gottesdienste in der Apfelstraße im Stadtteil Schildesche statt.


ca.1000
Mitglieder
1980
Das 1 Gemeindehaus
3
Standorte


Entstehungsgeschichte der Mennoniten-Brüdergemeinden

Unsere Anfänge sind in der Zeit der Reformation zu suchen. Als schweizerischer Zweig des reformatorischen Denkens im 16. Jahrhundert formierte sich eine Gruppe in Zürich, für die folgende Elemente von großer Wichtigkeit waren:

  1. Freiwillige Zugehörigkeit zur Kirche
  2. Taufe von Personen, die bereits an Gott glauben
  3. Die Wichtigkeit der Nachfolge.
  4. In Christus verbinden sich Erlösung und Ethik
  5. Friede und Versöhnung – der Weg der Liebe – sind Zentrum der christlichen Botschaft

Der Name „Mennoniten“ geht zurück auf den führenden Vertreter der Täuferbewegung und Namensgeber Menno Simons, der in Norddeutschland die schwer verfolgten Christen zum Glauben und zur Friedfertigkeit anleitete. Zuerst wurden diese Menschen als „Mennos“ beschimpft, später als friedliche Christen gekennzeichnet und geduldet.

Aufgrund der strikten Befolgung der Glaubensüberzeugungen gehörten sie zu den verfolgten Christen. Da sie gleichzeitig als sehr fleißige Menschen bekannt waren, erhielten sie eine Einladung von der preußischen Regierung, ins jetzige Danzig in Polen umzusiedeln. Hier durften sie ihren Glauben frei ausleben. So auch ab 1789 in der Ukraine, wo sie mit Genehmigung von Königin Katharina II. sich niederließen und deutsche Dörfer gründeten.

In der Ukraine entstand in der Zeit einer Erweckung im Jahr 1860 die Mennoniten-Brüdergemeinde, die alle Privilegien beibehalten wollte, jedoch mehr „Leben“ in den Gemeinden wünschte. Eins der größten Unterscheidungsmerkmale war die Taufe mit Untertauchen des ganzen Körpers des Täuflings.

Weltweit gibt es Tausende von Christen, die im Sinne des reformatorischen Gedankenguts der Züricher Brüder leben. Die Grundlage des Gemeindelebens ist Jesus Christus, denn: „Einen anderen Grund kann niemand legen, als den, der gelegt ist, welcher ist Jesus Christus!“ 1.Kor. 3, 11